Gute DVD-Rekorder: Filme auf Knopfdruck

DVD-Rekorder gibt es bereits für wenige Euro. Doch Billig-Geräte können nur Filme abspielen. Wer TV aufnehmen möchte, muss etwas mehr Geld ausgeben. Doch das lohnt, hat unser Elektronik-Experte Hardy Tolksdorf festgestellt.

Was sollte ein guter DVD-Rekorder können?
Die neuen Geräte sind Alleskönner. Man kann mit ihnen DVDs und Fotos ansehen, Filme aufnehmen und sie gleichzeitig als digitalen Empfänger nutzen. Gute Geräte sollten eine Festplatte von mindestens 160 GB haben. Man hat also die Wahl, ob man einen Film auf die Rekorderfestplatte oder auf einen DVD speichern möchte. Besonders praktisch: Man kann später einen Film von der Festplatte auch auf eine DVD speichern.

Welche Rolle spielt der Empfänger?
Eine sehr große. Entscheidend ist, welchen Anschluss man zu Hause nutzt, also DVB-T (digitaler Empfang über die Hausantenne), DVB-S (digital über Satellit), DVB-C (digitaler Kabelempfang) oder analoger Kabelanschluss. Um die jeweiligen Signale zu empfangen, braucht der DVD-Rekorder ein dementsprechendes Empfangsteil (Tuner). Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines DVD-Rekorders ist daher, ob er den richtigen Tuner hat.

Auf welche technischen Merkmale muss man besonders achten?
Ein HDMI-Anschluss sollte vorhanden sein. HDMI ermöglicht das Übertragen von digitalen Audio- und Video-Signalen an nur einer Schnittstelle. HDMI ist entscheidend für eine perfekte Wiedergabe von Bild und Ton. Sehr sinnvoll ist auch ein USB-Anschluss, etwa um Fotos anzusehen. Nicht immer möchte man ja, die Kamera an den DVD-Rekorder oder Fernseher anschließen. Stattdessen kann man Fotos direkt vom USB-Stick oder über ein Kartenlesegerät ansehen und speichern.

Bei DVDs gibt es verschiedene Aufnahmeformate...
Richtig: DVD-R, -RW, +R und +RW. Das ist tatsächlich sehr verwirrend. Die meisten Rekorder können alle Aufnahmeformate lesen und wiedergeben. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Rekorder auch verschiedene Formate aufzeichnen kann. Das ist nämlich nicht immer der Fall. Einige Rekorder akzeptieren auch DVD-Ram. Dieses Format lässt sich wie DVD –RW und DVD + RW wieder überschreiben.

Oft wird mit automatischer Fehlerkorrektur geworben. Was das?
Ähnlich wie ein CD-Player suchen die neuen DVD-Rekorder eine eingeschobene DVD automatisch nach Unebenheiten oder Fingerabdrücken ab. Mit einer automatischen Fehlerkorrektur soll dies ausgeglichen werden. Aber: Es gibt große Unterschiede. Man sollte daher den Verkäufer nach den Messwerten der einzelnen Geräte fragen. Ausgewiesen werden sie nämlich nicht.

Je mehr Funktionen, desto komplizierter zu bedienen?
Nein. Die Bedienung ist bei den meisten Geräten wirklich einfach. Der Vorteil gegenüber älteren Geräten ist, vieles geschieht automatisch. Früher musste man viel mehr selbst einstellen. Die Technik ist deutlich bedienungsfreundlicher geworden.

 

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