Absicherung bei Berufsunfähigkeit
Das größte Risiko des Arbeitslebens absichern
Natürlich ist gute Gesundheit die wichtigste Basis, um bis zur Rente zu arbeiten. Doch was, wenn der Körper nicht mitspielt. Staatliche Rente? Die ist relativ gering. Wirklichen finanziellen Schutz bietet nur eine private Police.
Berufsunfähigkeit: Das größte Risiko des Arbeitslebens absichern

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Berufsunfähigkeit
Was ist das größte Risiko Ihres Berufsleben?
Auf diese Frage antworteten jetzt in einer Umfrage 84% mit „arbeitslos zu werden“. Doch Experten sehen das ganz anders. Das größte Risiko sei, „aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können“. Doch daran denken nur ganze 8%. Warum aber der Schutz vor Berufsunfähigkeit so wichtig ist, gerade für alle über 50, zeigen die folgenden Antworten.
Was ist eine Berufsunfähigkeit überhaupt?
Letztlich beschreibt dies einen Gesundheitszustand, mit dem man den bisherigen bzw. erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann. Früher unterschied dabei das Rentenrecht zwischen Berufs- und Erwerbsfähigkeit. Heute gibt es dort nur noch den Begriff der Erwerbsfähigkeit, das heißt der generellen Fähigkeit, irgendeine Art von Arbeit auszuüben, auch wenn es nicht der bisherige Beruf ist.
Warum ist das Thema Berufsunfähigkeit für alle über 50 so außerordentlich wichtig?
Wer etwas älter ist, hat es in der Regel im Beruf zu einer bestimmten Position gebracht, verdient auch entsprechend. Wer nun, z.B. durch einen Unfall, eine Krankheit, einen Infarkt oder Schlaganfall, beeinträchtigt wird, kann womöglich im bisherigen Beruf nicht mehr arbeiten. Aber: Früher gab es dann bereits eine Rente. Das ist heute nicht mehr so leicht möglich, da nur noch die Erwerbsfähigkeit zählt. Das heißt: Ein beispielsweise 55-jähriger Ingenieur mit entsprechendem Einkommen könnte gezwungen sein, als Hilfsarbeiter mit entsprechend niedrigerem Gehalt bis zur Rente zu arbeiten. Die finanziellen Einbußen wären enorm.
Aber dafür gibt es doch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente?
Ja, diese ist zwar im Schnitt mit gut 1.100 Euro je Monat die höchste Rente (siehe Seite 4). Aber: Erstens: Reicht das Geld aus, vor allem wenn man möglicherweise noch studierende Kinder oder das Eigenheim noch nicht abgezahlt hat? Zweitens: Die Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn man gar nicht mehr (weniger als drei Stunden pro Tag) arbeiten kann – egal in welchem Beruf.
Hilft eine private Berufsunfähigkeitsversicherung?
Ja, denn in der Regel ist nicht die Erwerbsfähigkeit, sondern nur die Fähigkeit, im bisherigen Beruf zu arbeiten, maßgeblich für den Versicherungsfall. Dann springt generell eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Police) ein.
Wie sollte man dann ganz konkret vorgehen?
BU-Police und gesetzliche Rente hängen gedanklich eng zusammen. Deshalb zuerst in der jährlichen Renten-Information die Höhe der zu erwartenden Erwerbsminderungsrente heraussuchen. Das ist der Betrag, der im Zweifel aus der Rentenkasse kommt. Dann dagegen die eigenen Ausgaben stellen – und zwar nur die, die man unbedingt benötigt, wenn man nicht mehr arbeiten geht. (Daran denken, dass viele Kosten wegfallen, wenn man nicht arbeitet.) Die Differenz sollte im Idealfall über eine BU-Police abgedeckt werden. In der Regel beträgt diese Lücke einige Hundert Euro pro Monat.