Guter Rat – und zwar supergünstig!

Anwälte und Steuerberater sind teuer. Gut, dass es auch andere Stellen gibt, die seit Neuem beraten dürfen. Hier sind die wichtigsten Adressen für Sie.

Gute Berater für Ihre Rente

Das schwierigste Rechts-Gebiet ist ohne Zweifel das Sozialrecht. Denn guten Rat kann hier nur geben, wer die zahlreichen Urteile von Gerichten kennt und zu interpretieren weiß.

Wichtig: Da beim Streit mit Renten-, Pflege- und Krankenkassen klare Formalien gelten und man alle wesentlichen Dinge als Bescheid erhält, kann auch in Ruhe agiert werden.

Deshalb ist auch beispielsweise eine Klage vor einem Sozialgericht immer kostenfrei. Das heißt, man kann getrost Widerspruch gegen etwas einlegen, mit dem man nicht einverstanden ist. Das bedeutet auch, dass vor den Sozialgerichten kein Anwaltszwang herrscht (zumindest in der ersten Instanz). Das heißt, man kann sich selbst vertreten oder dies zusammen mit einem Experten (Rentenberater, Versichertenältester etc.) tun.

Empfehlenswert ist bei Ärger mit der Rentenkasse immer ein privater Rentenberater (Adressen nennt der Bundesverband, Telefon (0221) 2406642, Internet: www.rentenberater.de). Für eine Erstberatung werden etwa 80 Euro berechnet – deutlich weniger als bei einem Fachanwalt für Sozialrecht.

Sehr gute Hilfe (als erste Einordnung) liefern auch die Versichertenältesten, die es bei den Krankenkassen und den Gewerkschaften gibt (Adressen nennt die örtliche Stelle). Auch deren Rat ist in der Regel kostenlos.

Vorsichtig sein sollte man mit den Beratungsstellen der Rentenversicherung. Zwar müssen diese wahrheitsgemäß antworten. Aber eben nur auf die Fragen, die man konkret stellt. Sie müssen einen aber nicht auf weitere Vorteile oder bessere Alternativen hinweisen.

Sinnvoll ist als Rentner auch eine Mitgliedschaft in einem Verband wie Sozialverband VdK (Tel.: (0228) 820930, Internet: www.vdk.de) oder Sozialverband Deutschland ( Telefon (030) 7262220, Internet: sovd.de). Im Mitgliedsbeitrag (60 Euro im Jahr) ist auch ein Rechtsschutz enthalten. Beide Verbände führen darüber hinaus Musterverfahren bis zu Bundesgerichten, die für die Mitglieder kostenlos sind.

Betriebsrentner wiederum sollten eine Mitgliedschaft im Bundesverband der Betriebsrentner überlegen (Telefon (0611) 30 13 67; Internet: www.bvb-betriebsrenten.de). Vorteil: Oft reicht der Hinweis auf die Mitgliedschaft bzw. die Musterbriefe des Verbands, um die turnusmäßig fällige Erhöhung der Betriebsrenten durchzusetzen, um die sich viele Firmen drücken.

Renten-Beratung führen auch viele Gewerkschaftsbüros bzw. Betriebsräte durch. Aber: Deren Hilfe ist eher grundsätzlich; oft fehlt es an Details bzw. am Wissen um aktuelle Urteile. Besser ist es dann, sich an die Abteilungen in den Gewerkschaftszentralen zu wenden.

 

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